Schachspielen im Internet boomt schon seit Jahren und so hatten Spieler aller Leistungsstärken trotz Covid 19-Pandemie auch keine Probleme, Gegner zu finden und an ihrer Spielstärke zu feilen. Doch das Live-Erlebnis, dem Gegner Auge in Auge gegenüber zu sitzen, fehlt vielen Spielern dann doch. Schließlich gibt es auch für Schachspieler deutlich mehr als nur die Suche nach dem nächsten und besten Zug. Dank einem Hygiene-Konzept, das von Stefan Vogt anhand der aktuellen Corona-Richtlinien ausgearbeitete wurde (siehe beigefügte Datei zum Download), konnten bis zu zehn Spieler beim ersten „realen“ Training im Dachgeschoss der Alten Schule am 26.06. teilnehmen und tatsächlich waren schon kurz nach Beginn, alle zehn Plätze belegt. Neuigkeiten wurden ausgetauscht, private Erfahrungen über die Einschränkungen währende der Corona-Zeit und heftig gespielt wurde natürlich auch. Der Spaß am „wieder entdeckten“ realen Schach war unverkennbar und auch unüberhörbar, denn da die eigenen Züge dem Gegner mitgeteilt werden mussten, war die Lautstärke im Übungsraum durchaus etwas lauter als in früheren Zeiten. Denn das Hygienekonzept sieht vor, dass jeder Spieler ein Brett und einen kompletten Figurensatz vor sich stehen hat, der dann den ganzen Abend über benutzt wurde. So soll verhindert werden, dass von den Figuren Viren übertragen werden. Beide Spieler saßen sich im gut gelüfteten Spiellokal zudem in mindestens 1,50 Metern Abstand gegenüber, um auch die Ansteckung über die Luft und Aerosole zu vermeiden. Dies bedingt, dass auf dem „eigenen“ Brett sowohl die eigenen, wie auch die Züge des Gegners ausgeführt werden. Was zunächst etwas gewöhnungsbedürftig war, spielte sich im Laufe des Abends sehr schnell ein. Wie vorgeschrieben wurden natürlich auch die Namen und Kontaktdaten aller Spieler erfasst. Sollte einer der Beteiligten in den Tagen nach dem Training tatsächlich positiv auf Corona getestet werden, ließe sich die Zahl der möglicherweise von einer Ansteckung Betroffenen sehr gut eingrenzen. Das Konzept wird natürlich ständig den aktuellen, von der Landesregierung erlassenen Richtlinien angepasst, so dass künftig mehr Spieler an den Spielabenden teilnehmen können.